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2012 - xx:xx Uhr
Workshop bei DLØWH:
Mitmach -
Workshop
Detektorempfänger
Funktechnik Grundlagen
einfach verstehen
© Günter Fred Mandel
dl4zao
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Der einfachste Empfänger
Der einfachste Empfänger besteht nur aus einer langen
Antenne, einem Erdanschluß, einer Germanium- oder
Kleinsignal Schottky-Diode und einem Kopfhörer. Die
Stromversorgung erfolgt durch die Antenne selbst. Sie muß
daher relativ lang sein. Meist reicht ein ausgespannter
Draht von ca. 10 Metern.
Das einfache Radio ist nicht selektiv, d.h. es empfängt alle
starken Sender gleichzeitig. Wenn nicht ein starker Sender
in der Nähe alle anderen übertönt, hört man vor allem
abends sehr viele Sender, die in ihrer Lautstärke schwanken.
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Ein Schwingkreis zur Senderauswahl
Ein Empfänger hat drei wesentliche Aufgaben zu erfüllen:
•Auswahl
des gewünschten Senders und Trennung von anderen
•Demodulation
•Wiedergabe
als hörbares Audio Signal
Die gewünschte Selektion erreicht man durch einen Schwingkreis
aus Spule und Drehkondensator. Die Schaltung ermöglicht noch
keine sehr scharfe Trennung von Sendern, weil der Schwingkreis
durch den direkten Anschluß der Diode zu stark bedämpft wird.
Abhilfe schafft eine Anzapfung der Spule. Auch die Antenne
sollte nun an eine eigene kleine Wicklung angeschlossen
werden. Im Schwingkreis schwingt nun eine wesentlich
größere (Blind-) Leistung, als von der Antenne zugeführt und
über die Diode entnommen wird. Damit ergibt sich eine
geringe Dämpfung, eine kleine Bandbreite und damit eine
bessere Trennschärfe.
So funktioniert also der Detektorempfänger
Die Antenne fängt die Hochfrequenzenergie auf.
Mit einer Spule oder einem Kondensator wird diese in einen Schwingkreis eingekoppelt, der mit
einem Drehkondensator auf die Empfangsfrequenz abgestimmt ist (Selektion). Eine Diode läßt nur die
positiven (oder negativen) Halbwellen zum angeschlossenen Kopfhörer durch und trennt dadurch die
im schwankenden Mittelwert steckende Modulation vom Träger (Demodulation). Mit einem
Kondensator wird der hochfrequente Anteil dieses gleichgerichteten Signals beseitigt (NF-
Bandbegrenzung). Der Kopfhörer ist das Wiedergabe-Organ des RX.
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Beispiel eines abstimmbaren Detektorempfängers
Eine Radiowelle induziert zwischen Antenne und
Erde eine Wechselspannung. Das
amplitudenmodulierte HF-Signal wird durch eine
Germanium-Diode demoduliert und die NF über
einen Piezo-Ohrhörer ausgegeben.
Zur Auswahl der Empfangsfrequenz (Selektion)
dient ein Schwingkreis bestehend aus der
Induktivität L und den Kapazitäten C1, C2, dessen
Resonanzfrequenz durch den einstellbaren
Kondensator C1 abgestimmt werden kann.
Zur Erweiterung des einstellbaren
Frequenzbereichs kann der Kondensator C2
parallelgeschaltet werden.
Die gesamte Schaltung kann auf einem Holzbrett
aufgebaut werden, als Lötpunkte dienen ins Holz
gesteckte Reissnägel.
L = 180 µH
C1 = Drehko 20..500 pF
C2 = Kondensator 470 pF
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